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Caritas macht großen Schritt in Richtung Ost-West-Angleichung

Die Löhne von rund 30.000 Caritas-Mitarbeitern der Region Ost werden von 2018 bis 2021 schrittweise bis an das Niveau der übrigen Regionen herangeführt. Auf einen entsprechenden Stufenplan haben sich nun die Dienstgeber- und die Mitarbeiterseite der Regionalkommission Ost verständigt. Zudem wird die Vergütung der Auszubildenden in der Region Ost bis September 2021 vollständig das West-Niveau erreichen. Die Vertreter der Mitarbeiterseite begrüßen diesen großen Schritt in Richtung mehr Lohngerechtigkeit.

Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ fast erfüllt

In der Sitzung der Regionalkommission Ost am 14. Dezember in Berlin haben die Dienstgeber- und die Mitarbeiterseite einen wesentlichen Fortschritt zum Erhalt des Flächentarifs in der Caritas und eine Angleichung der Vergütungen zwischen Ost und West erzielt. Die Entgelte der Pflegekräfte in Krankenhäusern, der Altenpflege und sonstigen Einrichtungen, der Mitarbeitenden im Sozial- und Erziehungsdienst sowie der weiteren Berufsgruppen werden vom 01.01.2018 bis zum 01.01.2021 in fünf definierten Schritten angehoben. Die Gehälter der unteren Lohngruppen steigen dabei um 5 Prozent, die der oberen Lohngruppen um 3 Prozent. Diese Erhöhungsschritte werden zusätzlich zu den künftigen, auf Bundesebene der Caritas beschlossenen Tarifentwicklungen gezahlt.

Lohndifferenz verringert sich

Lange Zeit haben die Caritas-Mitarbeiter der Region Ost je nach Berufsgruppe bis zu 10 Prozent weniger verdient als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Diese nicht mehr vertretbare Lohndifferenz wird nun in verlässlich definierten Schritten bis auf wenige Prozentpunkte verringert.. Nach dem letzten, vereinbarten Erhöhungsschritt in 2021 wird der Abstand der Ostgehälter etwa in der Krankenhauspflege noch 2,0 Prozent, in der Altenpflege 3,5 Prozent und bei Kita-Erzieherinnen und -Erziehern 1,5 Prozent betragen.

Auf Bundesebene begrüßt die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission (ak.mas) des Deutschen Caritasverbandes den Beschluss der Regionalkommission Ost.

Rolf Cleophas, Mitglied des Leitungsausschusses der ak.mas: „Die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas hat immer wieder gefordert, die Arbeit der im Osten beschäftigten Mitarbeiter ebenso finanziell anzuerkennen und wertzuschätzen, wie die der Kolleginnen und Kollegen im Westen. Wir sind noch nicht ganz am Ziel. Unserer Regionalkommission Ost ist mit dieser verlässlichen Angleichung aber ein großer Schritt in Richtung mehr Lohngerechtigkeit gelungen. Das ist wichtig für die Mitarbeiter und ein starkes Signal, dass bei der Caritas die Tariffindung auf dem Dritten Weg funktioniert und zu guten Ergebnissen kommt. Die Caritas-Dienstgeber Ost sind über ihren Schatten gesprungen: Die Caritas leistet damit einen Beitrag der Ost-West-Angleichung, der auch in anderen Teilen der Wirtschaft Beachtung finden sollte!“

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